Bayerns Straßen erhalten GreenLight-Plakette
umweltdienstleister.de - 13.07.2007 

Die Verleihung fand im Rahmen des Workshops "Energiesparende Beleuchtung" für Entscheidungsträger aus öffent­lichen Verwaltungen statt, der gemeinsam von der Berliner Energieagentur, dem Bauzentrum München und dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München ausgerichtet wurde.

Henning Kaul, Mitglied des Landtags und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz überreichte gemeinsam mit der Berliner Energieagentur die GreenLight-Plakette an die neuen Partner. Er ist überzeugt, dass diese guten Beispiele in Sachen Energie- und Kosteneffizienz Schule machen. "In der Kombination von Energiesparen, Kostenersparnis und Klimaschutz bei gleicher Ausleuchtung unserer Straßen müsste bei jedem Kommunalpolitiker die Lampe der Erkenntnis angehen, beim GreenLight-Programm mitzumachen", betonte Henning Kaul.

Ziel der Veranstaltung war es, die Verbreitung von besonders effizienter und qualitativ hochwertiger Beleuchtung zu unterstützen und Entscheidungsträger über Effizienzmaßnahmen im Bereich Beleuchtung zu informieren. Unterstützt wurde die Veranstaltung dabei von namhaften Personen aus der Praxis, wie dem Münchner Architekten Florian Lichtblau, und der lokalen Politik in Form des Stadtrats und Leiters des Referates für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München Joachim Lorenz. Im Rahmen des Workshops wurden zudem Entscheidungs- und Praxishilfen der Kampagne "Energiesparende Beleuchtung" vorgestellt.

Allein in öffentlichen Verwaltungen und im Dienstleistungssektor liegt der Strom­verbrauchsanteil für Beleuchtung bei 30 Prozent. "Hier kann zwischen 30 und 50 Prozent Strom eingespart werden", erklärte Kerstin Kallmann, Mitarbeiterin der Berliner Energieagentur und Koordinatorin des Projekts "Energiesparende Beleuchtung" sowie des GreenLight-Programms.

Der neue GreenLight-Partner Gerald Spiegel von den Gemeindewerken Kahl möchte den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen. "Als wir 2003 angefangen haben, unsere Straßen mit energieeffizienter Beleuchtung auszustatten, haben wir Feuer gefangen. Heute ist beinahe unsere gesamte Straßenbeleuchtung energietechnisch saniert." Auch der Vertreter des frisch gebackenen GreenLight-Partners Kempten, Hans Räth vom Hochbauamt, hob hervor, dass in Kempten weiterhin Klimaschutz grünes Licht bekomme. "Mit dem Austausch herkömmlicher Straßenlampen durch energieeffiziente Techologien spart die Stadt auf der einen Seite inzwischen 630 Tonnen CO² im Jahr und auf der anderen Seite Kosten von zirka 107.000 Euro. Das sind Erfolge, die sich sehen lassen können und in Zukunft fortgeführt werden sollen."

Hintergrund

Das GreenLight-Programm der Europäischen Kommission

Das GreenLight-Programm wurde von der Generaldirektion Energie und Verkehr der Europäischen Kommission aufgelegt. Es zeichnet private und öffentliche Organisationen aus, die den Stromverbrauch von Beleuchtungs-anlagen durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erheblich reduziert haben.

Die Teilnahme an dem Programm ist freiwillig. Die Partner verpflichten sich, ihre vorhandene Beleuchtung zu modernisieren und die Beleuchtungsqualität zu verbessern. Der Einsatz des neuesten Standes der Technik muss zum Standard werden und insgesamt ist eine Verringerung des Gesamtstrom-verbrauchs für die Beleuchtung von mindestens 30 Prozent zu erreichen.

Das Projekt "Energiesparende Beleuchtung"

Von 2006 bis 2008 unterstützt die Europäische Kommission die europäische Kampagne "ENERLIN", die das Thema effiziente Beleuchtung in 14 Ländern beleuchtet. In Deutschland wird die Kampagne von der Berliner Energieagentur GmbH koordiniert und durchgeführt. Anlass für die Kampagne bildet die von der Europäischen Kommission initiierte Qualitäts-Selbstverpflichtung für Energiesparlampen. Mit der deutschen Kampagne soll für den Einsatz moderner Beleuchtung bei Privathaushalten und Kleinverbrauch/Tertiärer Sektor geworben werden. Im Rahmen des EU-Projektes ENERLIN werden unter dem Dach "Energiesparende Beleuchtung" verschiedene Informations- und Beratungsangebote für die Zielgruppe Haushalte, Kleinverbrauch und öffentliche Einrichtungen zusammen mit Partnern angeboten.

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